Ein Bankkonto eröffnen
Sie können ein Konto als Ansässiger oder als Nichtansässiger eröffnen, und der Vorgang ist unkompliziert. Die großen Banken — CaixaBank, Santander, BBVA, Sabadell, Bankinter oder die in Málaga ansässige Unicaja — verfügen entlang der gesamten Küste über Filialen mit englischsprachigem Personal. Für ein Konto als Nichtansässiger benötigen Sie Ihren Reisepass, Ihre NIE (spanische Ausländer-Steuernummer) und eine Bescheinigung über die Nichtansässigkeit. Immer mehr Ausländer nutzen außerdem digitale Banken wie N26 oder Revolut für den täglichen Zahlungsverkehr.
Steuern beim Immobilienkauf
Beim Kauf einer Bestandsimmobilie zahlen Sie die Grunderwerbsteuer ITP (Impuesto de Transmisiones Patrimoniales), die in Andalusien pauschal 7% beträgt. Bei einem Neubau zahlen Sie stattdessen 10% Mehrwertsteuer zuzüglich der Beurkundungssteuer AJD (Stempelsteuer), die in Andalusien bei 1,2% liegt. Hinzu kommen Notar-, Grundbuch- und in der Regel Anwaltskosten.
Jährliche Immobiliensteuern
Als Eigentümer zahlen Sie jedes Jahr die IBI (kommunale Grundsteuer), die Müllgebühr und, wenn die Immobilie in einer Wohnanlage liegt, Gemeinschaftskosten. Nichtansässige müssen zudem die Einkommensteuer für Nichtansässige IRNR (Impuesto sobre la Renta de no Residentes) abführen: entweder ein fiktives Einkommen für den Besitz einer Immobilie in Spanien (rund 19% für in der EU/dem EWR Ansässige und 24% für andere, angewandt auf einen Prozentsatz des Katasterwerts) oder die Steuer auf Mieteinnahmen, falls Sie vermieten.
Steuerlich ansässig oder nichtansässig
Wenn Sie mehr als 183 Tage im Jahr in Spanien verbringen, gelten Sie als steuerlich ansässig und werden mit Ihrem weltweiten Einkommen über die IRPF (spanische Einkommensteuer) besteuert. Ein Nichtansässiger wird nur auf Einkünfte aus spanischer Quelle besteuert. Den richtigen Status zu klären ist entscheidend, um keine Steuern zu viel zu zahlen oder gegen die Vorschriften zu verstoßen.
Vermögen und große Vermögen
Andalusien gewährt einen Nachlass von 100% auf die Vermögensteuer, sodass sie auf regionaler Ebene praktisch nicht gezahlt wird. Es gibt jedoch eine staatliche Solidaritätssteuer auf Vermögen über 3 Millionen €, die bei hochwertigen Transaktionen zu berücksichtigen ist.
Auslandsvermögen erklären (Modelo 720)
Steuerlich Ansässige mit Vermögenswerten im Ausland von mehr als 50.000 € müssen diese über das Modelo 720 (Erklärung von Auslandsvermögen) angeben. Nach einem Urteil des Gerichtshofs der EU aus dem Jahr 2022 wurde die Sanktionsregelung erheblich abgemildert, die Meldepflicht bleibt jedoch bestehen.
Lebenshaltungskosten
Die gute Nachricht: Das Leben in Südspanien ist im Allgemeinen günstiger als in Nordeuropa, insbesondere bei Lebensmitteln, Restaurantbesuchen und Freizeit. Dennoch ist es ratsam, die laufenden Immobilienkosten sorgfältig einzuplanen und sich von Anfang an steuerlich beraten zu lassen.
Bitte beachten Sie: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und gibt die im Jahr 2026 geltenden Regelungen wieder, die sich ändern können. Holen Sie vor wichtigen Entscheidungen stets professionellen Rat ein. Elite Properties Spain bringt Sie an der Costa del Sol mit vertrauenswürdigen Anwälten, Verwaltern (gestores) und Steuerberatern in Kontakt.